Therapeutisches Klettern

Therapieklettern – für Rehabilitation und Prävention

Im Allgemeinen wird das Therapeutische Klettern als ein spezieller Anwendungsbereich der Bewegungs- und Physiotherapie verstanden. Therapeutisches Klettern kann sowohl präventiv, also zur Vorbeugung von Erkrankungen (z.B. chronischer Rückenschmerz), als auch zur rehabilitativen Behandlung von bereits bestehenden Erkrankungen und Behinderungen genutzt werden. Es werden gezielt kletterspezifische Aspekte zur Verbesserung der muskulären Situation, Schmerzreduktion und zur Wiedererlangung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens eingesetzt.

Warum ist Klettern als Therapieform derartig wirkungsvoll?

Das Klettern ist – wie man schon bei Kleinstkindern beobachten kann – als basales Grundmuster in unserem Gehirn angelegt. Es beginnt mit der physiologischen Krabbelbewegung in der Horizontalen und wird mit dem Prozess der physiologischen Aufrichtung ins Vertikale übertragen (z. B. das Hochziehen an Gegenständen oder das Erklimmen von Leitern, Bäumen etc.).

Beim therapeutischen Klettern werden diese hochfunktionellen Bewegungen unter  physiotherapeutischer Anleitung  gezielt gegen Schmerz- oder Reizzustände eingesetzt. Beim Klettern  wird, anders als bei den meisten bewegungs-therapeutischen Verfahren, nahezu die gesamte Muskulatur des Körpers aktiviert. Es werden also nicht nur Rücken und Gliedmaßen  gestärkt, sondern auch unser stärkster „Muskel“, der Kopf, wird dabei ordentlich gefordert. So profitieren unter anderem auch Selbstvertrauen und  Selbstwert von der Bewegung in der Vertikalen, weshalb das Therapeutische Klettern auch bei psychosomatischen Erkrankungen empfehlenswert ist.

Komplexe Bewegungsmuster beim Klettern sprechen aber auch die koordinativen Fähigkeiten, wie z. B. das Gleich-gewicht an und unterstützen neurologische Vernetzungsvorgänge im Gehirn. Daher kann Therapeutisches Klettern auch seinen Einsatz im Gebiet  neurologischer Erkrankungen, wie z. B. Morbus Parkinson, finden.

Indikationsbereiche:

Orthopädisch/ traumatologisch:

  • allgemeine Haltungsschwächen, muskuläre Dysbalancen
  • Schulter-/Ellbogenverletzungen (z. B. Luxationen, Bewegungseinschränkungen)
  • Rückenschmerzen (Lumbalgie) und rheumatische Erkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen/-deformitäten (z. B. Mb. Scheuermann, Skoliose, Bandscheibenvorfall)
  • Hüft-, Knie-, Sprunggelenksschäden und Gelenkinstabilitäten

 

Neurologische Erkrankungen:

  • Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit/ ohne Hyperaktivität
  • Störungen von Bewegungsplanung, -ausführung und Koordination (z. B. Mb. Parkinson, Multiple Sklerose)
  • Lähmungserscheinungen (zentral, distal, z.B. nach Schlaganfall)

 

Innere Erkrankungen:

  • Asthmatische Erkrankungen,
  • Diabetes,
  • Krebserkrankungen (z. B. Mammakarzinom)

 

Psychosomatische Erkrankungen:

  • z.B. Depressionen, Burn-Out

 

Als Ansprechpartner und Therapeut steht an Ihrer Seite:

Adam Staszak

  Jahrgang 1990

derzeit in der Endphase des Masterstudiums Angewandte Bewegungswissenschaften, TU Chemnitz Schwerpunkt Präventions- Rehabilitations- und Fitnesssport

B.Sc. Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport, TU-Chemnitz

DOSB-Lizenzen, Landessportbund Sachsen

B -Trainer, Sport in der Prävention

C -Trainer, Breitensport

Physio Training Academy
Myofasziales Kinesiologie Taping, Basiskurs

Der gut dosierte Einsatz von Bewegung und sportlicher Aktivität kann so manches Medikament ersparen. Jedem sollte bewusst sein, dass die Gesundheit „in den eigenen Händen liegt.“

Adventure before Dementia